24.03.2016

Zur Pensionierung von Dres Schild

Pensionierung von Dres Schild
BLW, Fachbereich Meliorationen, Bundesexperte


Lieber Dres

Nach 35 Jahren müssen wir dich heute leider aus dem BLW verabschieden. Die Zeit mit all deinen abwechslungsreichen Aufgaben und Projekten ist so schnell vergangen. Jetzt kannst du die Zeit endlich ohne Unterbruch in den Bergen geniessen.

Nach dem Abschluss als Kulturingenieur ETH 1976 hast du das Geometerpraktikum beim Büro Flotron in Meiringen absolviert mit dem erfolgreichen Ablegen der Prüfung als Ing.-Geometer. An-schliessend warst du in verschiedenen Entwicklungsländern tätig, vor allem in Togo, im Irak, in Kamerun und in Argentinien. Dort hast du an diversen Projekten im Bereich Bewässerung, Wasserversorgung, ländliche Infrastruktur etc. gearbeitet.

Als gebürtiger Hasliberger bist du eng mit den Bergen verbunden und hast schon 1973 die Prüfung als Bergführer bestanden. Du hast dich deshalb auch immer schon für die Berglandwirtschaft interessiert. Dies war wohl mit ein Grund, warum du dich 1981 für die ausgeschriebene Stelle beim Bund beworben hast.

Gleich zu Beginn deiner Expertentätigkeit beim BLW konntest du unter anderem den Kanton Wallis übernehmen. Von den kantonalen Kollegen wurdest du zunächst als „etwas buchstabengetreu“ wahrgenommen – was auch immer sie damit meinten. Sie merkten aber bald, dass Deine Kenntnisse und Erfahrungen zu pragmatischen und lösungsorientierten Vorschlägen führten. Der Kanton Wallis wuchs dir besonders ans Herz mit deiner Begeisterung für die Bergbevölkerung, die Berge und den Wein. Du hattest auch einige besondere kulturelle Erlebnisse im Wallis, wie die legendären Schnapsbrenn-Abende mit dem Gemeinderat von Visperterminen oder das Schlafen im Stroh in Ossona anlässlich einer Veranstaltung mit Bundesrätin Doris Leuthard.

Auch andere Kantone vermelden unvergessliche Erlebnisse mit dir: So hättest du eine Hofzufahrt im Entlebuch als speziell unterstützungswürdig bezeichnet, damit die schöne Tochter des Bauern auch einen Mann fände.

Aber deine Tätigkeit in der Oberaufsicht war nur der eine Teil, du hast auch in einigen anderen Fachgebieten deine Spuren hinterlassen:

Wasser:
Das Wasser war und ist dein Steckenpferd. Du hast dich leidenschaftlich im In- und Ausland für Bewässerungen und Wasserversorgungen engagiert und interessiert. Jahrelang konntest du die Projekte der Wasserversorgungen im Bündnerland begleiten und hast dies auch mit Begeisterung und grossem Fachwissen getan. Auch die regionale Wasserressourcenbewirtschaftungsplanung war eines deiner Spezialgebiete. Es war dir immer ein grosses Anliegen, dass der Stellenwert der Ressource Wasser im BLW anerkannt wird. Deine Bemühungen scheinen heute langsam Früchte zu tragen.

Im BLW hast du massgeblich an der Entwicklung unseres ersten Meliorations-Projektinformations-systems MAPIS mitgearbeitet, welches bereits 1989 als erstes vernetztes EDV-System des BLW in Betrieb genommen werden konnte. Auch an der Weiterentwicklung der Folgeversionen durften wir von deinen Erfahrungen und innovativen Ideen profitieren. Andererseits vermochte dich Fabasoft, das Geschäftsverwaltungssystem des Bundes, nicht zu überzeugen. Deine zahlreichen Fachbücher und –ordner waren dir lieber.

Deine proaktive und offene Wissensvermittlung ist legendär. Du hast auch draussen den Bauherrschaften gerne die Bundesagrarpolitik erklärt, obwohl diese sich meist nur für die möglichen Beiträge interessierten. Bei den Arbeitskollegen wurde deine Art sehr geschätzt und man konnte von deinem fundierten Wissen profitieren.

Dein Netzwerk ist gross, das sieht man an den vielen Gästen, die Du heute auch von ausserhalb des BLWs eingeladen hast. Du pflegtest einen engen Kontakt zu ASTRA und BAFU und anderen Bundesämtern. So konntest du für deine Projekte meistens frühzeitig gute Kompromisse und Lösungen finden.

Für dein jahrelanges Engagement im BLW und deine Kollegialität möchten wir dir herzlich danken. Nun hindern dich die beruflichen Pflichten nicht mehr daran, das schöne Wetter in der Natur und in den Bergen zu geniessen.

Für Deine Zukunft im Ruhestand wünschen wir Dir alles Gute, gute Gesundheit und noch viele schöne Bergtouren!

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