14.01.2016

Zur Pensionierung von René Weber

Pensionierung René Weber
BLW Stv. Fachbereichsleiter Meliorationen


Lieber René

Du hast eine klassische Karriere als Kulturingenieur verfolgt: Nach dem Studium und deiner Assistentenzeit bei unserem verehrten Prof. Theo Weidmann hast du gleich das Geometerpatent gemacht und dich mit Vermessung und Meliorationen beschäftigt. Du konntest in Poschiavo die Leitung der Filiale eines Ingenieurbüros übernehmen und umfangreiche Erfahrungen im Unternehmertum, in der Technischen Leitung der Gesamtmelioration Poschiavo und in Projekten zur Wiederherstellung nach Unwettern sammeln. Das «Weber-Pärkli» bei Privilasco zeugt von deinem Einsatz nach den Unwettern von 1987.

Am 1. August 1993 bist du als Bundesexperte ins damalige Eidg. Meliorationsamt (EMA, eine Abteilung des BLW) eingetreten. Dank deiner grossen praktischen Erfahrung und deinen sehr guten Sprachkenntnissen hast du dich sehr schnell in deine Aufgaben eingelebt. So hast du es auch von deinen späteren Kollegen erwartet. Als Götti von Toni Stübi hast du bei dessen Einführung bald einmal gesagt: «So, jetz lueg sälber!» Auch privat hast du nicht lange gezögert, sondern hast dich mit deiner Familie gleich in der Nähe deines neuen Arbeitsplatzes niedergelassen. Dadurch konntest du jeden Tag mehrmals eine kleine Velotour Kehrsatz — BLW unternehmen.

Du hast dich stets für pragmatische, unkomplizierte und speditive Lösungen eingesetzt. Ausserdem hast du mehrheitlich das papierlose Büro gepflegt und konntest dich gut von Dokumenten trennen. Was sich dennoch in den 22 Jahren beim BLW angesammelt hatte, wanderte bis auf wenige Ausnahmen beim Ausmisten vor deiner Pensionierung in die Papiersammlung.

Auch in deinen Kantonen wurdest du sehr geschätzt für deine unkomplizierte Art und deine raschen Entscheidungen. Du hast deine Pflichten bei der Oberaufsicht stets speditiv durchgeführt und wenn nötig pragmatische Lösungen vorgeschlagen. Du hast dich auch kaum jemals aus der Ruhe bringen lassen, egal was passiert ist.

In deinen Spezialgebieten, den Meliorationen jeglicher Art, den Revitalisierungen und dem Raumbedarf für Fliessgewässer, hast du dich mit Energie und Leidenschaft engagiert. Dein Wirken fand in einigen Kreisschreiben und zahlreichen Beiträgen in den Fachzeitschriften vielbeachteten Niederschlag. Ausserdem hast du dich zum Beispiel für die Schlüsselkurve beim Raumbedarf Fliessgewässer eingesetzt.

Im BLW missfiel dir die frühere, wenig offene Informationspraxis. Du hast dies aber nicht einfach kritisiert, sondern dich für Verbesserungen eingesetzt, indem du Jahresberichte verfasst, Presseanlässe eingeführt und viele weitere Aktivitäten entfaltet hast. Ausserdem durften wir sowohl bei der Entwicklung unseres Projektinformationssystems MAPIS, als auch bei der Aufstellung des Registraturplans und beim fachlichen Inhalt der Strukturverbesserungsverordnung auf deine tatkräftige Unterstützung zählen.

Privat interessierst du dich sehr für Fussball, bist ein leidenschaftlicher Fischer und bist in jungen Jahren mit dem Camper quer durch Afrika gefahren. Dein Netzwerk ist gross, zieht sich quer durch das ganze BLW und auch in andere Bundesämter. Du konntest mit allen sehr gut und kompetent zusammenarbeiten und warst überall angesehen.

Für all das wollen wir dir ganz herzlich danken. Jetzt gilt es, neue Herausforderungen anzupacken. Du kannst jetzt deine «Lehre» machen bei deinen neuen Aufgaben in Haus und Garten. Wir wünschen dir dabei viel Spass, Glück und Zufriedenheit.

Für deine Zukunft im Ruhestand wünschen wir dir alles Gute und beste Gesundheit.

Jörg Amsler, ehem. Fachbereichsleiter Meliorationen BLW

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